Typen von Brachflächen, engl. brownfields

Brachflächentypen

Die Kategorisierung von Brachflächen in bestimmte Typen ist eng mit der wirtschaftlichen Rentabilität der zu bewertenden Flächen verbunden. Je nach Standort fällt das Verhältnis zwischen den Kosten der Baureifmachung der Brachfläche und dem dadurch erreichten Ertrag unterschiedlich aus. Diesem Grundgedanken folgend wird zwischen drei Brachflächentypen unterschieden. (vgl. ICSS im Umweltbundesamt 2005: 8 )

Typ A: »Selbstläufer«

Typ B: Flächen mit Entwicklungspotenzial

Typ C: Reserveflächen

Bei Brachflächen des Typs A – sogenannten »Selbstläufern« – liegt der zu erwartende Ertrag des Flächenrecyclings deutlich über den Kosten, die eine Baureifmachung erfordert. Oftmals sind solche Flächen in prosperierenden Regionen vorzufinden und bleiben nur für kurze Zeit ohne Nutzung. Sie sind ohne zusätzliche Fördermittel attraktiv für Investitionen. (vgl. ICSS im Umweltbundesamt 2005: 8 )

Flächen mit Entwicklungspotenzial – Typ B – sind Standorte, die gewisse Riskien beinhalten und deren Rentabilität daher nicht sichergestellt ist. Bei Flächen des Typs B sind Kooperationsformen und Bündnisse wie Public-Private-Partnership zwischen privatwirtschaftlichen Akteuren und der öffentlichen Hand empfehlenswert. So können Riskien gemindert, Kosten geteilt und der Prozess der Wiedernutzbarmachung der Fläche beschleunigt werden. (vgl. ICSS im Umweltbundesamt 2005: 8 )

Auf Reserveflächen – Typ C – liegen die zu erwartenden Erträge des Flächenrecyclings deutlich unter den zu erwartenden Kosten der Baureifmachung. Die Wiedernutzbarmachung solcher Flächen ist ohne Fördermittel unrentabel und kann daher nur durch öffentliche Subventionen initiiert werden. Ferner verdeutlicht eine hohe Zahl an Reserveflächen ein Überangebot bestimmter Nutzungen. (vgl. ICSS im Umweltbundesamt 2005: 8 )

ICSS im Umweltbundesamt (Hg.),

Die Zukunft liegt auf Brachflächen – Reaktivierung urbaner Flächenreserven – Nutzungspotenziale und Praxisempfehlungen, AZ Druck und Datentechnik GmbH, Kempten (Allgäu) 2005.